Vorträge

Eröffnungsvortrag: Christine Streit, Fachhochschule Nordwestschweiz

Mathematisches Lernen im Kindergarten: anschlussfähig und kindgerecht

Im freien Tätigsein mit Spiel- und Konstruktionsmaterial scheinen Kinder wie „von selbst“ mathematisch tätig zu werden. Allerdings benötigt solch ein intuitiver Zugang zur Mathematik eine angemessene Begleitung, um den mathematischen Aspekt einer Situation explizit und für die Kinder mit ihren unterschiedlichen Lernvoraussetzungen fruchtbar zu machen. Studien aus der Kindergartenpraxis zeigen, dass pädagogische Fachkräfte das Potential in offenen Spiel- und Lernsituationen oftmals ungenutzt lassen und nur wenig fachliche Impulse sowie kognitiv aktivierende Anregungen bieten. Im Vortrag wird auf die Herausforderungen einer fachlichen Lernbegleitung im Kindergarten eingegangen und anschließend exemplarisch aufgezeigt, wie Kinder im Umgang mit so genannten „mathematikhaltigen“ Materialien beim Aufbau grundlegender mathematischer Kompetenzen unterstützt werden können.


Schlussvortrag: Michael Gaidoschik, Freie Universität Bozen

Warum zählen können wichtig,
zählendes Rechnen aber eine Sackgasse ist

Kinder lernen zumeist schon im Kindergartenalter bis zur Zahl zehn und oft weit darüber hinaus zu zählen, sind stolz darauf, tun es ausgiebig und ausdauernd – und das ist gut so: Zählen können ist grundlegend für die weitere mathematische Entwicklung. Der entscheidende nächste Schritt liegt aber in der Erkenntnis, nicht immer zählen zu müssen. Wenn Kinder verstehen, dass Zahlen aus anderen Zahlen zusammengesetzt sind, wird Neues möglich: Anzahlen in strukturierten Darstellungen auch ohne Zählen exakt zu bestimmen, Additionen und Subtraktionen zu lösen, ohne zu zählen. Diesen nächsten Schritt machen viele Kinder weitgehend selbstständig. Andere benötigen gezielte Unterstützung, damit sie nicht spätestens ab der 2. Klasse als immer noch „zählende Rechner“ in massive Schwierigkeiten geraten. Welche Art von Unterstützung wir schon ab dem Kindergarten geben können und sollen, wird im Vortrag skizziert.


Workshops

Jeder Workshop wird zweimal angeboten,
jeweils von 11.00 – 12.30 Uhr und von 14.00 – 15.30 Uhr.

1

Petra Amplatz, Kindergartensprengel Neumarkt

Die Rolle der pädagogischen Fachkraft im Bildungsprozess –
Was macht eine kompetente Begleiterin aus?

Abstract Amplatz


2

Anna Baccaglini-Frank, Università di Pisa

L’uso di „artefatti intelligenti“ nella didattica della matematica

Abstract Baccaglini-Frank


3

Sylvia Baumgartner, Kindergartensprengel Schlanders
Barbara Zihl, Grundschule Sterzing

Mathematik im Übergang vom Kindergarten zur Grundschule

Abstract Baumgartner/Zihl


4

Giorgio Bolondi, Freie Universität Bozen

Giocare ragionando, ragionare giocando

Abstract Bolondi


5

Sabina Fischnaller, Kindergarten Kinderdorf Brixen

Auf dem Weg zur Geometrie
Aktivitäten und Materialien zur Entwicklung von Formbewusstheit im Kindergarten

Abstract Fischnaller


6

Michael Gaidoschik, Freie Universität Bozen

Einmaleins ganz ohne Malreihen
Unterrichtsanregungen auf Basis eines Versuchs in acht zweiten Klassen

Abstract Gaidoschik


7

Veronika Lintner, Kindergarten Laag
Andrea Mittermair, Deutsches Bildungsressort, Bereich Innovation und Beratung

Mathematik in der Kunst oder Kunst in der Mathematik?

Abstract Lintner/Mittermair


8

Marcus Nührenbörger, Technische Universität Dortmund

Mathematisch reichhaltiges Erzählen und Spielen
Produktive Lerngelegenheiten für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Abstract Nührenbörger


9

Christine Streit, Fachhochschule Nordwestschweiz

Mathematikhaltige Materialien für den Einsatz im Kindergarten (und Anfangsunterricht) selbst erkunden

Abstract Streit


LW 10

Ulrike Stadler-Altmann, Freie Universität Bozen

Mathematik in der EduSpace Lernwerkstatt
Didaktische Materialien für Grundschule und Kindergarten

Abstract Stadler-Altmann