Eröffnungsvortrag 9.30 – 10.30 Uhr

Prof. Dr. Christiane Benz, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Der Anfang ist mehr als die Hälfte des Ganzen – Wichtige arithmetische Basiskompetenzen für den Mathematikunterricht

Kinder bringen auf jeder Altersstufe mathematisches Wissen mit und erweitern dieses mit ihrem Forscherdrang beiläufig oder auch systematisch. Sie erkunden fasziniert die Reichhaltigkeit der Mathematik. Im Vortrag wird erläutert, wie Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter diese Faszination wecken und erhalten können und wie sie Kinder bei ihren mathematischen Entdeckungen unterstützen können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Förderung arithmetischer Basiskompetenzen gelegt, die eine notwendige Voraussetzungen auf dem späteren Weg zum Rechnen darstellen.


Schlussvortrag 16.00 – 17.00 Uhr

Prof. Dr. Sebastian Wartha, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Stellenwerte verstehen und nutzen – die „vernachlässigte Hürde“ beim Überwinden besonderer Schwierigkeiten beim Rechnen?

Besondere Schwierigkeiten beim Rechnen sind einerseits auf verfestige Zählprozesse zurückzuführen, andererseits wirkt sich ein nicht tragfähiges Stellenwertverständnis ebenfalls negativ auf den Aufbau von Grundvorstellungen zu Zahlen und operativer Rechenstrategien aus. Die Bedeutung des Stellenwertverständnisses bei der Addition und Subtraktion ist offenkundig. Bei der Multiplikation und Division ist ein Verständnis des Umgangs mit den Stellenwerten hingegen häufig nicht so trivial: das „Anhängen von Nullen“ kann keine Lösung sein, hat dies doch mit „Verständnis“ nichts zu tun.

Im Vortrag wird vorgestellt, wie die Darstellung unserer Zahlen im dezimalen Stellenwertsystem gelernt und geübt werden kann, welche typischen Hürden sich in den Weg stellen und wie eine Überwindung dieser Hürden gelingen kann. Hierbei spielt die Versprachlichung der mathematischen Prozesse eine zentrale Rolle.